Schwimmteiche sind nicht nur ein Badegewässer, sondern ein Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Mit jedem gebauten Teich entsteht ein neues Ökosystem, welches eine Vielzahl an seltenen Pflanzen und Tierarten einen Lebensraum bietet.
Ein Schwimmteich macht aus jedem Garten eine Oase. Hier lassen sich nicht nur bequem Bahnen ziehen, um körperlich fit zu bleiben, vielmehr ist ein Schwimmteich wie ein Urlaub im eigenen Garten. Hier kommen Familie und Freunde zusammen, ob zum Baden, zum Entspannen oder um einfach die faszinierende Natur im und am Wasser zu beobachten.
Ein Schwimmteich kann selbst auf kleineren Grundstücken entstehen. Bereits ab rund 20 qm lässt sich ein funktionierendes System umsetzen. Möglich wird das durch die ausgereifte biologische Wasseraufbereitung, die auch auf kleiner Fläche zuverlässig arbeitet.
Diese beiden Bereiche zusammen bilden den Schwimmteich. Der Nutzbereich wird zum Baden und Schwimmen verwendet, während die Regenerationszone zur Wasseraufbereitung genutzt wird.
Natürliche Filterkraft
In allen Schwimmteichen oder auch in einem Naturpool laufen gewässerökologische Prozesse ab, um eingetragene Stoffe von Badegästen und von der Wasseroberfläche (z.B.: Blätter, Blütenstaub, etc.) abzubauen.
Das Herz eines Schwimmteiches sind diese biologischen und limnologischen Reinigungsprozesse. Millionen Mikroorganismen und Teichpflanzen verarbeiten Nährstoffe und Schadstoffe und halten das Wasser glasklar und sauber. Diese Mikroorganismen lassen sich auf einem speziellen Filtermaterial ansiedeln, das in einem sogenannten Substratfilter vorliegt. Dieser Filter wird gezielt durchströmt, damit Mikroorganismen sowohl Sauerstoff als auch Nährstoffe erhalten. Bei diesem Prozess werden die Nähr- und Schadstoffe in Form von Biofilm auf dem Filtermaterial festgelegt. Durch eine Rückspülung wird der produzierte Biofilm aus dem System entfernt, indem die überschüssigen Nährstoffe und Schadstoffe vorhanden sind. Eine weitere Möglichkeit besteht auch, die Nährstoffe wieder den Pflanzen zugänglich zu machen. Das hängt vom Gesamtkonzept der Anlage ab. Zusätzlich tragen Wasserpflanzen in der Regenerationszone dazu bei, dass Nähr- und Schadstoffe gebunden werden. Sie bieten zudem einen Lebensraum für Insekten und Mikroorganismen und machen das Ökosystem stabiler und widerstandsfähiger.
Das Ergebnis ist glasklares und gesundes Wasser ganz ohne Chemikalien oder aufwendige Technik.
Kreative Teichideen
Den individuellen Wünschen sind in Hinblick auf die Gestaltung und Ausstattung fast keine Grenzen mehr gesetzt. Dadurch entsteht so manche einzigartige und kreative Idee. Wie wäre es mit einem Wasserfall, unter dem Sie stehen können oder einer Schaukel über dem Wasser? Im Folgenden eine Auflistung der beliebtesten Gestaltungs- und Ausstattungselemente:
Der Schwimmteich wird so zu einem einzigartigen Mittelpunkt im Garten, der optisch begeistert und funktionell durchdacht ist.
Ein Schwimmteich oder Naturpool sollte möglichst viel Sonne bekommen, weil Sonnenlicht die Wassererwärmung und die biologische Aktivität unterstützt. Ideal ist Sonne am Morgen und Abend und leichter Schatten zur Mittagszeit.
Was sollte man vermeiden:
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Planung, Kosten, Bau und Pflege eines Schwimmteiches.
Mikroorganismen und Teichpflanzen bauen Schad- und Nährstoffe ab. In der Regel wird ein durchströmter Substratfilter eingesetzt, der durch Biofilmbildung das Wasser biologisch filtert und eine glasklare und sehr gute Wasserqualität sicherstellt.
Die Pflege eines Schwimmteiches ist nicht aufwendiger, als die einer Beet- oder Rasenfläche. Es kann sogar ein Teichroboter eingesetzt werden.
Generell sind drei Grundwartungen im Jahr sinnvoll. Im Frühling, Sommer und Herbst fallen folgende Tätigkeiten an: In- oder Außerbetriebnahme der Anlage. Reinigungsarbeiten mit einem Teichsauger, Pflege der Wasserpflanzen, Reinigung der Filteranlage, Kontrolle der Wasserwerte.
Wir empfehlen die Verwendung von einheimischen Wasserpflanzen, wie zum Beispiel:
Zur ersten Kosteneinschätzung kann man mit 600 bis 900 Euro je Quadratmeter Wasserfläche kalkulieren.
Kleine Schwimmteiche beginnen ab ca. 30.000 Euro.
Mittelgroße Schwimmteiche liegen oft zwischen 50.000 und 90.000 Euro.
Große oder sehr aufwendig gestaltete Schwimmteiche liegen darüber.
Die Preise für einen Schwimmteich oder einem Naturpool von einem erfahrenem Fachbetrieb sind abhängig von den individuellen Bedingungen vor Ort und lassen sich nicht genau ohne eine Projektplanung bestimmen. Die Kosten lassen sich durch Eigenleistung oder gute Bedingungen vor Ort reduzieren.
Ein Schwimmteich beginnt sinnvoll ab etwa 20 qm mit mindestens 1,20 Meter Wassertiefe, damit das ökologische System stabil läuft und man schwimmen kann.
Ja, aber das Wasser bleibt kühler. Ideal ist eine sonnige Lage für eine natürliche Erwärmung.
Möglich, aber nur mit professioneller Planung. Ohne Bauerfahrung und biologische Expertise entstehen schnell schwer lösbare Probleme und der Schwimmteich wird zum Sanierungsfall.
Sucht man im Internet nach Schwimmteichen, stößt man schnell in diversen Foren auf Anleitungen und Tipps zum Selbstbau. In selbigen Foren wird dann oft von Problemen mit dem Schwimmteich berichtet, die sich nicht oder nur unzureichend in den Griff bekommen lassen.
Bei dem Anlegen eines Schwimmteiches gilt es viel zu beachten und so entstehen durch Unwissenheit viele Fehler, die sich im Nachhinein nicht mehr ohne hohe Kosten beheben lassen.
Ein Schwimmteich wird mit einer hochwertigen Teichfolie abgedichtet. Dieses ist das beste Verfahren. In der Regel wird eine PVC-Folie verwendet, die faltenfrei eingebaut wird.
Die meisten Schwimmteiche sind genehmigungsfrei, wenn das Wasservolumen 100 Kubikmeter nicht übersteigt.
Grundsätzlich ist es möglich mit Fischen in einem Teich zu schwimmen und es gibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten der Wasseraufbereitung und Bauausführung. Auch wenn das aktuelle Regelwerk für Schwimmteiche, Fische im Badeteich ausschließt.
Ein Badeteich ist die bessere Alternative, da kein Chlor oder Chemie benötigt wird. Die Betriebskosten sind dadurch wesentlich geringer, da weniger Strom und keine Chemikalien benötigt werden. Das Wasser wird biologisch durch Mikroorganismen und Wasserpflanzen gefiltert und ist glasklar, sodass man problemlos bis auf den Grund blicken kann.
Bei dem Bau von Schwimmteichen können viele Fehler durch Unwissenheit entstehen. Ein häufiger Fehler ist hierbei der Einsatz von Baustoffen und Baumaterialien, die nicht oder nur unzureichend für den Bau eines Schwimmteiches geeignet sind.
Neben den bekannten Anforderungen an Beton, der vor der Wasserfüllung ausgehärtet sein muss oder den Risiken bei der Verwendung von Holzschutzmitteln, werden oft die physikalischen und chemischen Eigenschaften vergessen.
In der Praxis erleben wir oft, dass Kunden sich für viel Geld für einen Schwimmteich bauen lassen und sich dann verzweifelt an uns wenden, weil der Schwimmteich durch starkes Algenwachstum nicht nutzbar ist.
Ursache ist hierbei oft Phosphor in den verwendeten Baustoffen. Dieser Nährstoff ist eine signifikante Ursache für Algenwachstum und wird, wenn im Baumaterial vorhanden, dann kontinuierlich an das Wasser abgegeben.
Um teure Folgekosten zu vermeiden ist eine Prüfung der Baustoffe im Vorfeld sehr sinnvoll.
Ein Kieswerk oder ein Baustoffhändler verfügt meistens nicht über die nötigen Kenntnisse oder Analysemöglichkeiten.
Ideal ist die Zeit von März bis November. Bei Frost oder starkem Regen sollte man keinen Teich bauen.
Noch Fragen offen?
Schreiben Sie uns – wir beraten Sie gern persönlich zu Ihrem Projekt.